Motivation fehlt nicht - sie wird blockiert

Autor: Peter Götz

Datum:

Die Motivation im Team ist gerade schwierig.

Das ist ein Satz, den ich in den letzten Jahren immer häufiger höre, zuletzt heute morgen im Gespräch mit Kunden. Und dabei versuchen die meisten Organisationen, ihre Situation zu verbessern: mehr Kommunikation, mehr Transparenz, neue Rituale, ein neues Tool, ein Workshop zur Motivation.

Das Problem dabei: Motivation ist selten das eigentliche Problem.

Menschen kommen motiviert und verlieren mit der Zeit Wirksamkeit.

Die meisten Menschen starten ihren Job nicht mit innerer Kündigung. Sie wollen etwas bewegen, etwas beitragen, etwas sinnvoll abschließen.

Was sie im Alltag erleben, ist oft etwas anderes:

  • Arbeit dauert ewig, obwohl alle voll ausgelastet sind
  • Entscheidungen werden verschoben oder mehrfach revidiert
  • Feedback kommt spät oder gar nicht
  • Prioritäten ändern sich, ohne dass klar wird, warum
  • Fortschritt ist kaum sichtbar

Das Ergebnis fühlt sich wie fehlende Motivation an. Tatsächlich fehlt aber etwas anderes: Wirksamkeit.

Motivation entsteht durch Wirkung und nicht durch Anreize

Motivation ist kein Knopf, den man drücken kann. Und sie entsteht dort, wo Menschen erleben, dass ihre Arbeit einen Unterschied macht.

Dafür braucht es drei Dinge:

  1. Orientierung: Warum machen wir das? Worauf zahlt unsere Arbeit ein?
  2. Fortschritt: Kommen wir voran oder drehen wir uns im Kreis?
  3. Feedback: War das sinnvoll? Hat es etwas bewirkt?

Wenn eines dieser Elemente dauerhaft fehlt, wird Motivation blockiert. Nicht, weil Menschen nicht wollen, sondern weil das System es ihnen schwer macht.

Blockierte Motivation ist oft ein Flussproblem

In vielen Organisationen liegt die Ursache nicht bei den Individuen, sondern im Arbeitsfluss:

  • Zu viele parallele Initiativen
  • Abhängigkeiten zwischen Teams, die Wartezeiten erzeugen
  • Lange Feedbackzyklen zwischen Idee, Umsetzung und Wirkung
  • Getrennte Verantwortlichkeiten entlang des Wertstroms

Menschen arbeiten viel, sehen aber wenig Ergebnis. Und genau dort beginnt Motivation zu bröckeln.

Motivation lässt sich nicht verordnen – aber ermöglichen

Die entscheidende Frage lautet daher nicht:

Wie motivieren wir unser Team?

Sondern:

Was hindert unser Team daran, wirksam zu sein?

Wenn Arbeit wieder fließt, passiert etwas Interessantes:

  • Fortschritt wird sichtbar
  • Feedback wird schneller
  • Entscheidungen fühlen sich sinnvoll an
  • Teams gewinnen Handlungsspielraum zurück

Motivation kommt dann nicht zurück, weil man sie “aktiviert” hat, sondern weil sie nicht länger blockiert wird.

Was wir bei flowdaptic anders machen

Wir kommen nicht, um zu erklären, was Ihr besser machen müsst und lassen Euch mit ein paar Folien alleine.

Wir arbeiten mit Deinem Team an den Stellen, an denen Motivation im Alltag verloren geht:

  • Wir machen Arbeit und Fluss sichtbar
  • Wir identifizieren systemische Blockaden
  • Wir helfen, Fokus, Feedback und Wirksamkeit wieder herzustellen

Nicht theoretisch, sondern im echten Arbeitskontext. Nicht als externe Beobachter, sondern gemeinsam mit den Menschen, die täglich darin arbeiten.

Denn Motivation entsteht nicht durch Appelle. Sie entsteht, wenn Arbeit wieder Wirkung entfaltet.